FX-Glossar
Erläuterungen und Erklärungen zum Handel mit Devisen
Die Erklärungen dieses Glossars beziehen sich immer auf den Devisenmarkt.
Abstauberlimit: s. Auftrag mit Preisbegrenzung
Abwertung: Eine Währung erfährt Abwertung, wenn diese preislich schwächer gegen andere Währungen wird.
Abwärtstrend: Kursentwicklung die im zeitlichen Verlauf niedrigere Hochpunkten und niedrigeren Tiefpunkte ausbildet.
All-Time-High: Englische Bezeichnung für den höchsten jemals verzeichneten Kurs eines Währungspaares.
All-Time-Low: Das All-Time-Low ist der Gegensatz zum All-Time-High. Das All-Time-Low beziffert die tiefsten Kurs seit das Währungspaar gehandelt wird.
Ask (-Kurs): Der vom Markt gefragte Kurs, zu dem Sie im Markt derzeit eine bestimmte Währung kaufen können. = Briefkurs
Auftrag mit Preisbegrenzung: In der Regel ein Auftrag zum Verkauf zu oder unter einem bestimmten Preis (z.B. Verlustbegrenzung = Stop-Loss-Order bei einer Long-Position) bzw. Auftrag zum Kauf zu oder über einem bestimmten Preis (z.B. Einstieg in Long-Position per Stop-Buy-Order).
Umgekehrt kann aber auch ein Auftrag zum Kauf zu oder unter einem bestimmten Preis vorliegen (z.B. Einstieg in Long-Position per Stop-Buy-Order, auch Stop Limit genannt). Hier hofft der Trader, dass der Kurs eines Währungspaares in einer temporären Abwärtsbewegung bis an eine Unterstützung läuft, von dieser abprallt und wieder steigt. Man spricht auch vom Abstauberlimit.
Dementsprechend kann auch ein Auftrag zum Verkauf zu oder über einem bestimmten Preis vorliegen (Einstieg in Short-Position per Stop-Sell-Order auch Sell Limit genannt). Hier hofft der Trader, dass der Kurs eines Währungspaares in einer temporären Aufwärtsbewegung bis an einen Widerstand läuft, von diesem abprallt und wieder fällt.
Aufwertung: Eine Währung erfährt Aufwertung, wenn diese preislich stärker gegen andere Währungen wird.
Baissemarkt: Markt, der durch fallende Preise über einen längeren Zeitaum gekennzeichnet ist.
Bärenmarkt = Baissemarkt
Bid (-Kurs): Der vom Markt gebotene Kurs, zu dem Sie im Markt derzeit eine bestimmte Währung verkaufen können. = Geldkurs
Briefkurs: Der vom Markt gefragte Kurs, zu dem Sie im Markt derzeit eine bestimmte Währung kaufen können. = Ask
Broker: Einzelperson oder Unternehmen zur Verwaltung von Anlegeraufträgen, um Währungen zu kaufen oder verkaufen. Broker stellen die Verbindung zum Interbankenmarkt. Oft geschieht dies als Market Maker.
Bullenmarkt: Markt, der durch steigende Preise über einen längeren Zeitaum gekennzeichnet ist.
Cable: Slang für den Kurssatz in Sterling/US-Dollar.
Devisenmarkt/Forex oder FX-Markt: Der gleichzeitige Kauf einer Währung und Verkauf einer anderen Währung auf einem Freiverkehrsmarkt. Die meisten großen Währungen werden gegenüber dem US-Dollar notiert.
Im Grunde kann jede Währung gegen eine andere gestellt werden. Die Broker stellen jedoch meist nicht alle Paare zur Verfügung. Der meiste Umsatz wird gegenüber dem Dollar gemacht, gefolgt vom Euro.
Eigenhändler: S. Market Maker
Einschuss: Das erforderliche Kapital, das ein Anleger hinterlegen muss, um eine Position zu besichern. = Margin
Europäische Zentralbank (EZB): Die Zentralbank der Europäischen Währungsunion.
Federal Reserve (Fed): Die Zentralbank der Vereinigten Staaten.
Fehlbetrag: Negative Handels- oder Zahlungsbilanz.
Fundamental-Analyse: Analyse wirtschaftlicher und politischer Informationen mit dem Ziel, künftige Bewegungen an einem Währungsmarkt zu ermitteln.
Geldkurs: Der vom Markt gebotene Kurs, zu dem Sie im Markt derzeit eine bestimmte Währung verkaufen können. = Bid
Geldkurs/Briefkurs: Unterschied zwischen Geld- und Briefkurs = Spread Der am häufigsten verwendete Indikator für Marktliquidität. Enge Spreads bedeuten in der Regel hohe Liquidität.
Gewinn realisieren: Ein Auftrag zum Schließen einer Position um einen Gewinn zu sichern. S. auch Auftrag mit Preisbegrenzung
Handelsbilanz: Wert des Exports eines Landes minus seines Imports.
Haussemarkt: Markt, der durch steigende Preise über einen längeren Zeitaum gekennzeichnet ist. = Bullenmarkt
Hedge: Eine Position oder Kombination von Positionen, die das Risiko der Primärposition des Händlers reduziert.
Inflation: Eine wirtschaftliche Situation, wobei die Preise für Gebrauchsgüter steigen, Erosion der Kaufkraft.
Margin: Das erforderliche Kapital, das ein Anleger hinterlegen muss, um eine Position zu besichern. = Einschuss
Kommision: Gebühr für den Geschäftsabschluss, die von einem Broker erhoben wird. Gebühr für den Geschäftsabschluss, die von einem Broker erhoben wird. Bei manchen Brokern wird die Gebühr anstatt des Spreads erhoben.
Konjunkturindikator: Von einer Regierung herausgegebene Statistik, die derzeitiges Wirtschaftswachstum und Stabilität anzeigt. Gängige Indikatoren umfassen Beschäftigungsrate, Bruttoinlandsprodukt (BIP), Inflation, Einzelhandelsumsatz etc.
Kreuzkurs: Kurs zwischen zwei Währungen, die keinen US-Dollar implizieren.
Leitwährung: Währung, in der ein Anleger sein Kontenbuch führt. Am Forex-Markt gilt der US-Dollar normalerweise als Leitwährung für Kurse. Ausnahmen sind Britische Pfund, Euro, Yen und Australische Dollar.
Limit: Preisgrenze, ein bestimmten Preis zu dem ge- oder verkauft werden soll, s. auch Auftrag mit Preisbegrenzung
Limitierter Auftrag: Ein Auftrag, zu oder unter einem bestimmten Preis zu kaufen bzw. zu oder über einem bestimmten Preis zu verkaufen. s. auch Auftrag mit Preisbegrenzung
Liquidität: Die Fähigkeit eines Markts, große Transaktionen mit minimaler oder keinem Einfluss auf die Preisstabilität zu akzeptieren.
Lot: Einheit um den Umfang einer Tranksaktion am Devisenmarkt auszudrücken. 1 Lot bedeutet üblicherweise 100.000 Einheiten der Basiswährung.
Margin-Call: s. Nachschussforderung
Market Maker: Händler die Geld- und Briefkurse stellen und auf eigenes Risiko und Rechnung selbst handeln. Meist sind Banken oder Broker Market Maker.cSie benötigen in den meisten Ländern eine staatliche Erlaubnis (EG, USA, seit neustem auch Schweiz, Ausnahmen gibt es aber noch in manchen Karibik-Stasten, usw.)
Market Order: Kauf oder Verkauf einer Währung zum aktuellen Marktpreis.
Nachschussforderung: Eine Anfrage von einem Broker oder Händler nach zusätzlichen Geldmitteln oder anderen Sicherheiten, um die Wertentwicklung einer Position zu gewährleisten, die sich entgegen dem Kunden bewegt hat. Alternativ kann der Kunde wählen, eine oder mehrere Positionen zu schließen. In der Regel wird bei Privatanlegern eine oder mehrere Positionen automatisch vom Broker geschlossen anstatt eine Nachschussforderung zu stellen.
Offene Position: Eine Position, der nicht durch physische Zahlung abgerechnet oder durch eine entgegengesetzte Position aufgehoben wurde.
Parität: = Währungspaar
Pip: Bezeichnet die kleinste Preisstufe in einer Währung. Zum Beispiel stellt bei der Parität Euro-Dollar eine Bewegung von 1,5037 auf 1,5038 Dollar einen Pip dar. Bei der Parität Dollar-Yen ist eine Bewegung von 100,47 auf 100,48 Yen ein Pip.
Position: Beim Broker ge- oder verkaufte Währung, die bei bei Kursveränderungen des Währungspaares Gewinn oder Verlust für den Halter der Position erzeugen.
Provision: Gebühr für den Geschäftsabschluss, die von einem Broker erhoben wird. Bei manchen Brokern wird die Gebühr anstatt des Spreads erhoben.
Stop Limit: S. Auftrag mit Preisbegrenzung
Spread: Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Im Devisenhandel meist die einzige Provision für den Geschäftsabschluss, die vom Broker erhoben wird
Tagesgeschäft: Bezieht sich auf Positionen, die am selben Handelstag geöffnet und geschlossen wurden.
Technische Analyse: Der Versuch, die wahrscheinlichste künftige Kursbewegung durch Analyse von Marktdaten anhand von Charts, Preistendenzen und Volumen zu prognostizieren.
Überbestand: Eine Marktposition, bei welcher der Kunde eine Währung gekauft hat, die er zuvor nicht hatte. Üblicherweise als Leitwährung ausgedrückt, z.B. Long Dollar (Short Schweizer Franken)...
Unterstützung: Ein in der charttechnischen Analyse geläufiger Begriff für einen Preisstand, auf dem Kauf erwartet wird, eine Kursregion, in der es einem Währungspaar schwer gelingen dürfte, weiter zu fallen. Das Gegenteil : s. Widerstand
Verlustbegrenzung: Ein Auftrag zum Schließen einer Position, wenn ein bestimmter Preis erreicht wurde, um den Verlust zu minimieren. S. auch Auftrag mit Preisbegrenzung
Volatilität: Die Schwankungsbreite eines Währungspaares während eines bestimmten Zeitraumes. Je stärker die Kursausschläge nach oben und unten, desto höher die Volatilität und damit das Risiko aber auch die Chancen für Händler.
Währung: Jede Form von Geld, die von einer Regierung oder Zentralbank ausgegeben und als gesetzliches Zahlungsmittel verwendet wird.
Währungspaar: Auf dem Devisenmarkt bildet sich der Wechselkurs als Preisverhältnis zwischen zwei Währungen, den so genannten Währungspaaren. So wird der Wert einer Währung in der jeweils anderen ausgedrückt. Z.B. EUR/USD 1,5035 besagt, dass 1 Euro einen Gegenwert von 1,5035 US-Dollar hat.
Währungsparität: Aufgrund internationaler Vereinbarungen oder inländischer Bestimmungen festgelegtes bestimmtes oder variables Verhältnis zwischen den Währungen zweier Länder.
Währungsrisiko: Wahrscheinlichkeit einer nachteiligen Änderung der Kurssätze, z.B. beim Kauf von Wertpapieren in einer anderen Währung als der eigenen. Auch bei Konten mit anderer Währung, zum Beispiel USD-Konto beim Broker, obwohl der Kunde Ein- und Auszahlungen in EUR tätigt.
Widerstand: Ein in der charttechnischen Analyse geläufiger Begriff für einen Preisstand, auf dem Verkauf erwartet wird, eine Kursregion, in der es einem Währungspaar schwer gelingen dürfte, weiter zu steigen. Das Gegenteil : s. Unterstützung
Zentralbank: Staatliche oder halbstaatliche Organisation, die Geldpolitik eines Landes verwaltet. Beispiele sind die Federal Reserve, die US-Zentralbank und die Europäische Zentralbank.